Zur Geschichte des KG Wulle-Wack

Eine Chronik wird den Beweis der Lückenlosigkeit stets schuldig bleiben, wenn nicht von der Gründung an alles über den Verein schriftlich festgehalten und registriert wurde. So fällt es uns heute schwer alle Aktivitäten unseres Vereins seit seiner Gründung wiederzugeben. Dass in Limbach bereits vor dem 2. Weltkrieg Fastnacht gefeiert wurde, beweisen die Aufzeichnungen des Männergesangvereins Limbach. Daraus ist zu entnehmen, dass der Sängerbund schon im Jahr 1925 einen Fastnachtsabend veranstaltete. Außerdem steht unter dem Datum vom 22. 2. 1939: "Beim diesjährigen Fastnachtsumzug beteiligte sich der Verein geschlossen als Elferrat."

Die ersten uns vorliegenden Aufzeichnungen der KG Wulle-Wack stammen aus dem Jahr 1957. In dem damals gefertigten Protokoll von Schriftführer Raimund Drozd vom 11. 11. 1957 sind die Anfänge der "Wulle-Wack" nachzulesen. Wir zitieren: "Im Jahre 1952 trat auf Initiative der Herren Richard und Linus Bopp der Elferrat in Funktion und versuchte, alte und neue Fastnachtsgedanken zu entfalten und auszubauen." Außerdem sind in dem Protokoll die Männer der "ersten Stunde" genannt:

Linus Bopp
Richard Bopp
Raimund Drozd
Karl Hemberger
Anton Herbinger
Bernhard Holschuh
Bernhard Johmann
Albert Kinzer
Alfred Kreis
Hans Lehmpfuhl
Walter Mohr
Herbert Noe
Valentin Noe
Heinz Schmitt
Raimund Stumpf
Engelbert Throm
Otto Throm
Helmut Wolf
Engelbert Zimmermann

Eine weitere Stütze der Limbacher Fastnacht waren die Limbacher Firmen wie Badenia, Zicoli, Götzinger, Gebr. Stephan und Volk. In diesem Zusammenhang erwähnt das Protokoll: "Die Chefs der beiden Firmen Badenia und Zicoli verpflichten sich, zur Pflege und Erhaltung der heimatlichen Fastnacht ihre Betriebe am Fastnachtsdienstag zu schließen!" Das Fastnachtstreiben lief nun in geordneten Bahnen. Immer mehr Vereine hielten ihren eigenen Maskenball ab. Diese Veranstaltungen fanden regen Zuspruch bei der Limbacher Bevölkerung insbesondere auch deshalb, weil sich die KG Wulle-Wack mit Prinzenpaar, Elferräten, Garde und einem bunten Programm beteiligte. Nachdem die Maskenbälle einen festen Bestand hatten und über die Grenzen Limbachs hinaus Gefallen fanden, zog sich die Wulle-Wack von diesen Abenden zurück und beschränkte sich auf die Ausrichtung des eigenen Maskenballes, der Prunksitzung, des Kindermaskenballes und der Organisation des Fastnachtsumzuges. Um die Machtergreifung über die Limbacher Amtsgeschäfte während der Fastnachtszeit öffentlich zu dokumentieren, fand in den Anfangsjahren der "Wulle-Wack" am Fastnachtssonntag auf der Treppe des Gasthauses Ross/Kaufhaus Bachmann & Götzinger die Schlüsselübergabe des Rathauses statt. Wie auf alten Bildern ersichtlich, war der damalige Bürgermeister Fuhrmann erfreut, seine Dienstgeschäfte wenigstens ein paar Tage in andere Hände geben zu können. Begleitet wurde die Zeremonie von der Limbacher Musikkapelle.

In den Jahren seit der Gründung hat die Wulle-Wack Höhen und Tiefen durchstanden. So schien es Anfang der neunziger Jahre nur noch eine Frage der Zeit bis zur Auflösung des Vereins zu sein. Nur durch den Zusammenhalt einer Hand voll Elferräte konnte dies verhindert werden. Man hatte aber erkannt, dass es dringend erforderlich war, Nachwuchskräfte für den Verein zu gewinnen. So haben sich einige junge fastnachtsbegeisterte Limbacher dem Verein angeschlossen. Seitdem erlebt der Verein einen regelrechten Aufschwung.